Von Renate Lück

Angelika G. ist in psychiatrischer Beratung. Sie hat neben ihrer Rheumaerkrankung Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen. Zudem wurde sie mehrmals am Unterbauch operiert, was sie auch beeinträchtigt. Mittlerweile behandelt sie ein Arzt mit einer Schmerztherapie. Aber die Krankenkasse zahlt nicht alles. „Nachbarn in Not“ hilft auch hier.

Die 55-Jährige war immer Hausfrau, erlebte aber in ihrer Ehe sehr viel Gewalt, psychische und körperliche. Sie wurde oft schwer misshandelt. Auch nach der Scheidung hat sie nachts Albträume und ruft dann ihren Sohn an. Er kommt auch und versucht, sie zu beruhigen. Vom Arzt bekommt sie wöchentlich eine Infusion mit einem Narkosemittel, was ihr sehr gut hilft. Allerdings muss sie dafür zuzahlen. Das summiert sich im Monat. Von ihrer Erwerbsminderungsrente und aufstockender Grundsicherung kann sie dies nicht bezahlen. Deshalb bat die Betreuerin vom Sozialpsychiatrischen Dienst die Hilfsorganisation um einen Zuschuss.   

Grundsicherung reicht nicht aus