Der Halfpipe-Club Sindelfingen sammelt für gute Zwecke

Von Renate Lück

Benjamin Leibfried, der zusammen mit Martin Radicke die Spendenaktion organisierte, beschrieb das Hobby, dem er zusammen mit über 40 anderen begeistert nachgeht: „Mitte der Neunziger Jahre war das Skateboarden und Inlinern eine der beliebtesten Sportarten in Deutschland. Da es in Sindelfingen und außerhalb der Stadt kaum Möglichkeiten gab, den Sport professionell auszuüben, entstand an der Burghalde der Club mit einer selbst gebauten Halfpipe – siehe Foto.

Jahrelang war die Sportanlage in Betrieb und wurde zu einem beliebten Treffpunkt in der Szenerie. Neuankömmlinge und begeisterte Skater waren stets willkommen. Als die Stadt einige Jahre später dem großen Wunsch nachkam, einen modernen Skatepark am Glaspalast zu errichten, wurde der Betrieb an der Burghalde eingestellt.“ Nach Umbauten, zuletzt 2019, gehöre der Park am Glaspalast zu einer der beliebtesten Sportanlagen im Kreis. Mit der neuen „Pumptrack“, einer speziell geschaffenen Montainbike-Strecke mit Wellen und Steilwandkurven, könnten mittlerweile alle Altersgruppen auf allen möglichen Sportgeräten die Anlage befahren. Viele Familien nutzten die gepflegte Outdoor-Anlage als Ausflugsziel. „Hier hat die Stadt mit jungen Leuten kommuniziert und gut investiert, wovon viele profitieren – ein Vorzeigeprojekt“, lobt Benjamin Leibfried.

                             

Die Halfpipe an der Burghalde sei nun Geschichte, trotzdem verbinde viele von damals diese besondere Zeit. „Der Club ermöglichte Feste und Treffen und sammelte nebenbei für einen guten Zweck, um Menschen zu unterstützen, denen es nicht gut geht.“ Diesmal wurden für ‚Nachbarn in Not‘ 202 Euro und für das Hospiz in Leonberg weitere 207 Euro gesammelt – „Eine Herzenssache von allen Beteiligten“, sagt Martin Radicke sichtlich zufrieden. „Uns geht es nicht darum, den einen großen Betrag zu erreichen, sondern regelmäßig zu helfen und gemeinsam zu handeln. Wir brauchen in Zukunft wieder mehr Mut, Zuversicht und Menschen, die aktiv mitgestalten. Das sollen nicht immer dieselben sein. Theoretiker und Sprücheklopfer – so findet der Club – gibt es mittlerweile zu viele, die sind einfach nur noch out.“

„Eine Herzenssache von allen“