Von Renate Lück

Ute und Joachim Link, die früher ein- bis zweimal im Jahr für „Nachbarn in Not“ gespendet haben, tun dies jetzt monatlich. „Damit der Verein besser planen kann und wir es nicht vergessen“, sagt die Darmsheimerin.

Er, technischer Angestellter, und sie, gelernte Großhandelskauffrau, gehen langsam auf den Ruhestand zu. Die Kinder sind aus dem Haus. „Da wollen wir mehr Verantwortung übernehmen für Menschen, bei denen Not am Mann ist“, sagt Ute Link, während ihr Mann sich zum abendlichen Lauf aufmacht. „Man ist dankbar, dass es einem gut geht. Da fällt es nicht auf, wenn ein paar Scheine an soziale Organisationen gehen. Man hat schließlich auch Verantwortung für die anderen.“ Und ‚Nachbarn in Not‘ sei unkompliziert. „Da weiß man, dass das Geld punktuell dahin kommt, wo es nötig ist. Die Sozialarbeiterinnen können einschätzen, wo gelöscht werden muss.“

Ute Link findet es schlimm – verstärkt in der Corona-Krise – wenn jemand seinen Kindern immer alles verwehren muss, weil das Geld nicht reicht. „Dann können die Eltern ihnen wenigstens einmal etwas leisten.“ Sie weiß, dass es ziemlich schnell gehen kann abzurutschen durch Arbeitslosigkeit, kein Geld für die Miete und persönliche Probleme. „Ich finde es toll, dass sich Ehrenamtliche da engagieren. Über die sollte man mal schreiben.“ Und sie schiebt nach: „Was wir machen, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Und wir müssen uns nicht einmal einschränken. Meine Eltern haben schon gespendet und meine Großmutter auch. Sie hat immer gesagt: Geben ist seliger denn nehmen.“ 

„Damit der Verein besser planen kann“