Mitgliederversammlung 2018

                  J a h r e s b e r i c h t 2 0 1 8

Dr. Roswitha Seidel

Der diesjährige Neujahrsempfang und die Ansprache unseres Oberbürgermeisters Dr.Vöhringer standen unter dem Motto „Wandel gestalten“: optimistisch und nach vorne gerichtet.

Ein vertrautes Motto auch für Nachbarn in Not, denn auch bei uns waren Veränderungen geplant und durchgeführt worden, es war also im vergangenen Jahr 2017 durchaus auch unser Leitmotiv: einen Wandel gestalten.

Im Jahresbericht des letzten Jahres kündigte ich schon an, dass wir eine modernere Homepage anstreben würden, dass wir für die Neugestaltung unserer Printmedien mit der Werbeagentur Leddin Kontakt aufnehmen wollten und dass auf unserer Agenda auch ein Facebook Auftritt stehen sollte. All diese Pläne konnten wir verwirklichen.

Die Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Leddin war voller Überraschungen für uns, bei jedem Treffen brachten sie uns interessante und kreative Vorschläge mit. Zuerst fällt als besondere Neuerung unser Logo ins Auge – wie ich finde ein dem Image förderlicher Gag: Doris Leddin hatte unser bisheriges, eher sachliches Logo zu einem Smiley abgewandelt. Die beiden Menschen, die sich beim alten Logo vor dem Herzen die Hände hielten, formen in der neuen Version das Gesicht eines Smiley. Dessen Ausstrahlung ist, wie der Name schon ausdrückt, freundlich, sympathisch und positiv.

Ein neuer Flyer mit überarbeitetem, frisch wirkendem Text wurde gestaltet. Ein anderer Gag, als Werbemittel gedacht, sind die Postkarten mit Bild der Sindelfinger Schwätzweiber. Aus ihrem Mund kommen in schwäbischer Mundart gehaltene Sätze. Diese beziehen sich auf aktuell in der Zeitung vorgestellte Fälle. Die Karten sollen zu Werbezwecken ausgelegt werden. Sie haben auf der Rückseite neben unseren Kontonummern zwei QR Codes, von denen einer unsere Facebook-Seite öffnet und der andere zu unserer Homepage führt.

Gebackene Smiley-Herzen hatten wir vorübergehend auch im Sortiment. Wir verschenkten sie als Werbung oder als Dankeschön z.B. während des Basars bei größeren Einkäufen oder Spenden. Mit zwei Roll Ups wird unser Paket der Werbefirma Leddin abgerundet.

Das Motiv-Bild aus dem neuen Flyer ist auch gleichzeitig der Blickfang auf der Startseite unserer neuen Homepage. Markus Bengel hat für diese das Layout gemacht, nachdem man die seit über 20 Jahren bestehende Homepage mit der Zeit doch etwas veraltet fand. Jetzt ist sie zeitgemäß und wirkt sehr ansprechend. Mein Mann hat sie darüber hinaus inhaltlich neu geordnet und unseren Bedürfnissen angepasst. Seither pflegt er sie wie in all den Jahren zuvor.

Markus Döttling erstellte auf Facebook einen Auftritt für Nachbarn in Not und schaffte so die Möglichkeit, besonders die Nicht-Zeitungsleser und überhaupt jüngere Leute durch immer neue Posts auf unseren Verein aufmerksam zu machen. Ihm, seiner Frau Nikol und Markus Bengel von hier aus offiziell mein ganz herzlicher Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Sie sehen, wir haben uns im vergangenen Jahr mit uns selbst beschäftigt, haben uns bemüht, in einer schnelllebigen Zeit auch unsererseits den Wandel zu gestalten.

Bei diesen Bemühungen unseres Vereins um den neuen Auftritt sind die Menschen, für die wir bereit sind zu arbeiten, nicht auf der Strecke geblieben. Keiner wurde vergessen: Die vielen Anträge und Anfragen, Listen für Weihnachten und für den Sommer, die Seniorenlisten und vieles mehr ließen keine Langeweile aufkommen.

Und so konnten wir im Jahr 2017 insgesamt 2.242 mal auf die verschiedenste Weise Menschen helfen, die schlimmste Not zu lindern und damit auch etwas Freude aufkommen zu lassen: mit einem Spendenbetrag von 197.752,10 Euro an Hilfeleistungen erreichten wir damit zwar nicht ganz den Rekordbetrag des Vorjahres, aber besonders erfreulich ist, dass die Anzahl der Spender seit Bestehen des Vereins noch nie so groß war: nämlich um 5,6% mehr Spender als im Jahr zuvor. Unser Finanzchef wird die genauen Zahlen noch erläutern und ich will nicht vorgreifen. Aber – und man möge mir dies verzeihen – ich sehe die Zahlen des letzten Jahres nicht nur ökonomisch. Die höchste Zahl an Spendern zeigt mir die Akzeptanz unserer Arbeit und zeigt auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Besondere Aktivitäten und Anlässe

Der Blick auf die Aktionen, Aktivitäten und die besonderen Anlässe ist sehr erfreulich und zeigt, mit wieviel Engagement die Mitbürger, Vereine und Firmen unsere Arbeit unterstützten und wieviel Gedanken und wieviel Phantasie sie dafür aufgebracht haben. Es ist eine beeindruckende Mischung aus einfallsreichen, dankenswerten Aktivitäten. Deren Durchführung muss den Beteiligten sicher oftmals auch Freude bereitet haben, immer dabei auch als Ziel den guten Zweck im Hinterkopf. Einige will ich herausgreifen, die besonders häufig und seit mehreren Jahren an uns denken und die mir deshalb erwähnenswert scheinen:

55 Aktionen und Aktivitäten für Nachbarn in Not:

  • Seit 31 Jahren gibt es unseren Weihnachtsbasar
  • 28 Jahre gibt es das Suppenschöpfen der Redakteure der SZ/BZ
  • 24 Jahre läuft die Weihnachtssession, vom Resultat bekommen wir jeweils einen Anteil gespendet
  • 22 Jahre überweist die Stadt aus der Hummelstiftung
  • 13 Jahre denkt Sieglinde Brommer mit ihrem Stuttgarter Frühstückskreis an NIN, im Sommer auch bei ihrem 70.Geburtstag
  • 14 Jahre spendet die Fa. Walker Weihnachtsbäume
  • 18 mal besucht uns der Chef der Zwirnerei Ahr, Dieter Ahr, beim Basar mit einem tollen Scheck in der Tasche
  • 16 Jahre bekommen wir die Spenden von Kunden der Löwenapotheke
  • 5 Jahre laufen die bei den Bedürftigen die sehr begehrten, weil kostenlosen Abos der SZ/BZ
  • die Boxabteilung z. B., ebenso Gymnastikgruppen und die verschiedensten Sportgruppen denken seit vielen Jahren mit beachtlichen Ergebnissen und vielerlei Aktivitäten an Nachbarn in Not.

Besondere Anlässe

Bei den besonderen Anlässen möchte ich den 60. Geburtstag von Chefredakteur Jürgen Haar herausgreifen: Wie schon zu seinem 50. Geburtstag bat er seine Gäste auch dieses Mal statt Geschenken um eine Spende für den guten Zweck. Viele Gäste folgten seiner Einladung und alle bekamen bei einem fröhlichen Fest im Culinarium leckere Speisen vorgesetzt. Ich spreche aus Erfahrung, denn mein Mann und ich waren unter der großen Gästeschar. Bis zum nächsten Mal, lieber Jürgen!

Mein großer Dank gehört, wie jedes Jahr, meinen engsten Mitarbeitern, Freunden und allen Beteiligten, wobei ich besonders nennen will:

Biggi Haug, Renate Lück, Carmen Bühl, Doris Martini (die gerade bei NIN PowerPoint eingerichtet hat) und Sonja Ehmann. Herzlicher Dank an unseren Chefredakteur Jürgen Haar und mit ihm gleichzeitig an die Sindelfinger Zeitung und besonders auch an unseren Finanzchef Ernst Gießler. Sie wissen, wie wichtig Sie uns bei dem großen Finanzvolumen als Berater und erfahrene, letzte Instanz sind.

Ohne dieses Super-Team wäre Nachbarn in Not nie so weit gekommen und so erfolgreich geworden. Ganz besonders auffallend ist die Harmonie im Team, ohne die mir die Arbeit nicht 35 Jahre lang möglich gewesen wäre und mir so viel Spaß gemacht hätte.

 

Im Anschluss werden noch kurz berichten:

  • Biggi Haug über die Fälle
  • Sonja Ehmann über unseren erfolgreichen Basar und
  • Markus Döttling über Facebook

 


Statistik

 

Bericht über Fälle     

Biggi Haug

Wir konnten letztes Jahr 304 Einzelspenden-Anträge bewilligen – ohne, dass ich unsere Weihnachtsaktionen, Gutschein- oder Fahrkartenaktionen oder das Seniorengeld berücksichtige.

Gerade im November erreichen uns immer mehr Anträge, um Stromrückstande oder Ölvorräte zu bewilligen. Für viele ist es selbstverständlich, die Heizung in den kalten Wintertagen aufzudrehen, für einige jedoch, ist dies tatsächlich ein Luxus. Meistens trifft dies auf Familien mit Kindern zu. Da freut sich das Kind sogar, wenn es in die Schule gehen darf.

Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, Lebensmittel oder Kleidung zu kaufen, ist für immer mehr Menschen problematischer. Der Gedanke, wie man seine Familie verpflegen, den Kindern warme Kleidung besorgen kann, belastet viele Familien.

Vieles ist eine Selbstverständlichkeit für den Großteil der Bevölkerung. Und es ist unvorstellbar, dass in einem reichen Land wie Deutschland, in dem gerade die blaue Umweltplakette eingeführt werden soll (rot, gelb und grün langen noch nicht), es immer noch Menschen gibt, die vom Staat nicht genug unterstützt werden. Es sind Einzelfälle – Gott sei Dank -, aber es sind Mitmenschen. Menschen, die oft unverschuldet in eine Notlage geraten. Jahrelang ins System eingezahlt haben und nun selber Hilfe brauchen. Hier kann der Kauf einer neuen Waschmaschine bereits das Existenzminimum bedeuten.

Da wundert es auch einen nicht, dass wir 2017 allein 56 Anträge für Elektrogeräte erhalten haben. In der Summe haben wir 20 Einzelanträge weniger als 2016, aber die Zahl der Obdachlosen-Pakete zu Weihnachten hat sich z.B. erhöht.

So ist es weiterhin wichtig, dass es Vereine wie Nachbarn in Not gibt. Ohne das Engagement von allen Mitgliedern, wäre das Leben für so manch einen im Kreis Böblingen etwas trostloser.

 


Bericht vom NiN Weihnachtsbasar

Weihnachtsbasar im November 2017

Sonja Ehmann

Die Messeleitung hatte uns in 2017 einen super großen Platz für unserer Stand zur Verfügung gestellt. Durch das bessere Platzangebot konnte unser Team zum ersten Mal eine themengerechte Präsentation unserer Produkte erstellen, d.h. wir konnten z.B. eine Konzentration nach Holzprodukten, Weihnachtskarten, Strickwaren usw. ermöglichen.
Auch der Rotary Club hat uns erfreulicherweise noch einmal mit ihrer Losaktion unterstützt. Für den Losverkauf könnten wir zum Glück mehrere Jugendliche aus dem Umfeld unserer Helfer begeistern, die diese Aufgabe mit viel Freude übernommen haben.
Wir können wieder bestätigen, dass wir viele Stammkunden haben, die schon am Eröffnungstag  zu uns kommen. Ingesamt haben wir wieder ganz gut verkaufen können, mein Traum wäre wäre natürlich, dass wir am Schlusstag nichts mehr – oder nur ganz wenig – mit nach Hause nehmen müssen.
So können wir in diesem Jahr einen Nettoerlös von 7.890,72 €
sowie einen Erlös von 5.500 € aus dem Losverkauf der Rotarier verzeichnen.
Das Basarteam ist stolz darauf.
Auch im Bereich gebrauchte Spielsachen sind wir mit dem Verkauf zufrieden. Über unsere bewährte Sammelstelle „Löwen-Apotheke“ ist doch wieder sehr viel Material zusammen gekommen. Es hat sich wieder mal herausgestellt, dass die ersten Verkaufstage die umsatzstärksten Tage sind.
Alle diese vielen Herausforderungen hat unser gesamtes Team wieder hervorragend bewältigt. Ich möchte allen Helfern herzlichen Dank dafür sagen.
Ganz besonders erwähnen möchte ich den Einsatz von drei Generationen einer Familie am Verkaufsstand: Das lässt doch hoffen!
Nach dem Basar konnten wir wieder in der Vorweihnachtszeit neue Ideen sammeln. Wir versuchen nun diese Ideen umzusetzen, um beim nächsten Basar im November 2018 (dauert allerdings nur insgesamt 4 Verkaufstage) mit „Neuem“ aufwarten zu können.

 


 

Facebook-Auftritt von NIN

Markus Döttling

Meine Frau Nikol und ich engagieren uns nun schon seit fast einem Jahr bei Nachbarn in Not und wir freuen uns sehr hier so freundlich aufgenommen worden zu sein.

Seit dieser Zeit ist auch der Nachbarn-in-Not Facebook-Auftritt online und es ist uns gelungen bis heute 420 sogenannte Follower zu gewinnen, die unsere Tätigkeiten und Aktionen verfolgen.

Wir posten sämtliche Artikel die in der SZBZ über Nachbarn in Not erscheinen, die monatlichen Spenderlisten und alle Veranstaltungen bzw. Ankündigungen.

Es wäre erstrebenswert, wenn alle auf Facebook vertretenen Anwesende unsere Beiträge regelmäßig mit Ihren Freunden auf Facebook teilen würden, da dies unsere Reichweite noch deutlich vergrößern würde.

Ziel wäre es bis zur nächsten Hauptversammlung in 2019 die 1000 Follower-Marke zu erreichen.

Der Facebook-Auftritt in Kombination mit der neuen, sehr schönen Website und dem neuen Logo haben unseren Außenaufritt zeitgemäß gemacht und spricht nun auch jüngere Menschen an, die wir dringend sowohl im ehrenamtlichen Engagement als auch als Spender benötigen.

Nachbarn in Not ist eine richtige Marke, mit einem hohen Bekanntheitsgrad in der Region und wir sollten versuchen diese Marke weiterhin im Bewusstsein der Menschen zu verankern.

Um dies zu erreichen waren wir im vergangenen Dezember zum ersten Mal mit einem Stand auf dem Maichinger Weihnachtsmarkt vertreten. Hier haben wir erfolgreich Restbestände vom Weihnachtsbasar verkauft und haben für dieses Jahr wieder einen Standplatz gebucht.

Außerdem werden wir den Nachbarn-in-Not-Stand auf dem Sindelfinger Wochenmarkt etablieren.

Hierfür haben wir eigens einen Pavillion mit Nachbarn-In-Not-Logo erworben und wir werden ab Mai an jedem ersten Samstag im Monat mit dem Stand auf dem Wochenmarkt vertreten sein.

Hier haben wir natürlich die Spendenkasse stehen, aber wir werden auch selbstgemachte Kuchen oder andere kleinere Leckereien verkaufen. Hier hat sich das Café Ingrid in Maichingen freundlicherweise dazu bereit erklärt, uns mit Backwaren auf Spendenbasis zu unterstützen.

Selbstverständlich werden wir an NiN Interessierte auch über unsere Arbeit informieren.

Wir hoffen mit dem Stand auf dem Markt eine dauerhaft wiederkehrende Aktion ins Leben zu rufen, die uns im Herzen von Sindelfingen sichtbar macht und die uns in den Köpfen der Menschen verankert.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen guten Verlauf der Versammlung.

Markus Döttling