Aus der SZ/BZ vom 24.2.2017

Wenn es vorn und hinten nicht reicht, hilft oft nur noch das „Seniorengeld“ von Nachbarn in Not.

Eberhard B., Spätaussiedler aus Rumänien, hat vor einem Jahr seine Frau verloren. Abgesehen davon, dass er ihren Tod noch nicht verkraftet hat, schrumpfen nun auch seine Finanzen. Neben der Rente und Witwerrente bekam er noch Wohngeld für Witwer. Doch das wurde nach zwölf Monaten nicht weiter bewilligt. Miete, Strom und Telefon schlagen nun ein empfindliches Loch in sein Budget, so dass ihm wenig fürs Essen und sonstige Ausgaben bleiben. Er wurde aufgefordert, prüfen zu lassen, ob er Ansprüche auf Grundsicherung hätte.

Zu seinen sonstigen Ausgaben zählen einige Medikamente, die er für verschiedene Krankheiten selbst bezahlen muss. Altersgemäß schmerzt es in den Knien, Hüften und in der Wirbelsäule. Wegen der Diabetes muss er spritzen und bei der Staroperation musste er zuzahlen. Seine Kinder stehen ihm nach ihren Möglichkeiten zur Seite, doch ihre Möglichkeiten sind nicht üppig. Einer ist psychisch krank und der andere hatte einen Unfall und ist noch nicht genesen. Die Tochter wohnt mit ihrer Familie weit weg.

Die betreuende Sozialarbeiterin bat deshalb die Hilfsorganisation „Nachbarn in Not“, Eberhard B. auf die Seniorenliste zu setzen, damit er zweimal im Jahr einen Entlastungsbeitrag bekommt. Damit könnte er sich seine Medikamente ohne großes Nachrechnen leisten und auch mal kleinere Anschaffungen erlauben.

Zweimal im Jahr Entlastung