Von Renate Lück

Vor zwei Jahren kam Michelle N. aus den USA zurück. Sie war mit einem Soldaten dorthin ausgewandert. Doch als er drogenabhängig wurde, gerieten sie immer öfter in Streit und das Leben zusammen mit ihrer kleinen Tochter wurde sehr schwierig.  

Schließlich erhielt Michelle N. das alleinige Sorgerecht für das Kind zugesprochen, was ihr ermöglichte, die Staaten zu verlassen. In den USA sie hätte auch keine Krankenversicherung bekommen.

Im Landkreis Böblingen wohnte noch ihre Familie und sie konnte anfangs bei ihrer Schwester unterschlupfen. Inzwischen lebt sie mit Daniela in einer Zwei-Zimmer-Wohnung, für die sie sich nach und nach Möbel und Haushaltsgeräte besorgte, denn sie hatte gar nichts mitnehmen können. Die Kleine geht in den Kindergarten und freundete sich mit vielen Kindern an, mit denen sie beim Spielen ihre Deutsch-Kentnisse erweitert.

Michelle N. hofft inständig, dass die Kitas beim zweiten Lockdown nicht wieder geschlossen werden.

Sie selbst arbeitete in einem Restaurant, das beim ersten Lockdown das Personal entließ. Als sich die Situation stabilisierte, konnte sie weiterarbeiten. Doch nun sind alle in Kurzarbeit und der Chef erklärte ihnen, dass er sie nur weiterbezahlen kann, wenn er Geld vom Staat erhält. Nun hoffen sie, dass die Gaststätten am 20. Dezember wieder öffnen können.

Michelle N. macht sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz und bekommt von dem Stress wieder Panikattacken, wegen der sie schon seit dem ersten Lockdown in Therapie ist und Medikamente nimmt.

Zu ihrem Gehalt bekommt sie vom Jugendamt einen kleinen Unterhaltsvorschuss und lässt überprüfen, ob sie Wohngeld beanspruchen kann. Sie haushaltet mit ihrem knappen Geld sehr umsichtig und will sich nicht unterkriegen lassen.

Aber für ihre Tochter bittet sie „Nachbarn in Not“ jetzt um Winterkleidung und über ein kleines Weihnachtsgeschenk würden sich wohl beide freuen.

Wenn Sie „Nachbarn in Not“ unterstützen wollen, damit die Hilfsorganisation helfen kann, dann überweisen Sie eine Spende an die Vereinigte Volksbank, IBAN: DE81603900000200250000, BIC: GENODES1BBV oder an die Kreissparkasse Böblingen, IBAN: DE18603501300003039999, BIC: BBKRDE6B. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.nachbarn-in-not.de und auf Facebook.

Winterkleidung für die Tochter