Von Renate Lück

Michael P. ist Berufsmusiker und verdiente seinen Lebensunterhalt bei Musicalaufführungen, auf Festen oder mit seiner Band auf Tour. Seit einigen Jahren kann er nicht mehr auftreten, da ihn eine fortschreitende MS-Erkrankung an den Rollstuhl fesselt. Nun ist die Waschmaschine kaputt gegangen. „Nachbarn in Not“ verhilft ihm zu einer neuen.

In seinem Wohnzimmer stehen noch ein Cello, Schlagzeug und das Keyboard, auf denen er nun ohne Erfolgsdruck experimentiert. Professionell war er 35 Jahre unterwegs, bis er auf der Bühne zusammenbrach. In seinem Studio produzierte er auch die großen Träume noch kleiner, unbekannter Künstler, wie er erzählt. Die Multiple Sklerose raubte ihm nicht nur seine Muskelkraft, sondern beeinträchtigt auch seine Stimme, sodass er sogar beim Telefonieren Schwierigkeiten hat. Gegen die Schmerzen bekommt er „eine harte medikamentöse Therapie“. Geldverdienen ist in Pflegestufe 2 nicht mehr drin. Er lebt von der Grundsicherung.

Als die Waschmaschine den Geist aufgab, hätte er aus seinen Ersparnissen eine neue kaufen müssen. Aber die gingen schon für die Miete drauf, obwohl er auch seinen Flügel verkauft hatte. Die Sozialarbeiterin suchte eine Waschmaschine mit guten Energiewerten aus und bat „Nachbarn in Not“ um einen Zuschuss. Das wird ein spezielles Weihnachtsgeschenk.

Waschmaschine statt Flügel