Titel

Von Renate Lück

Wieder war eine junge Frau auf den Beistand der Schwangerenberatung im Landratsamt und der Hilfe von „Nachbarn in Not“ angewiesen, weil ihr Partner sie betrog.

Mirjam A. ist in der Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, als sie sich in Jamal Z. verliebt. Ihr Vater ist strikt dagegen und sagt: „Der ist nichts für dich.“ Er habe die falsche Nationalität und die falsche Religion. Mirjam A. wird trotzdem schwanger. Da erfährt sie, dass ihr Liebhaber auch mit anderen jungen Frauen Beziehungen hat. Er versucht, sie zum Schwangerschaftsabbruch zu überreden. Aber Mirjam A. entscheidet sich für das Kind. Da kümmert er sich nicht mehr um sie. Als er sich Monate später über Whats App meldet, blockiert sie den Kontakt, weil sie immer noch verletzt ist.

Bis Mirjam A. ihren Eltern die Situation erklärt, dauert es eine Weile. Sie tolerieren schließlich, dass ihre Tochter ein uneheliches Kind bekommt. Aber vor den übrigen Verwandten muss dies geheim bleiben. Das bedeutet, dass die junge Mutter möglichst weit wegziehen muss, um für die Familie keine Schande zu sein. Von der Weihnachtsbeihilfe von „Nachbarn in Not“ kauft sie, was sie für ihr Kind dringend braucht, um über die Runden zu kommen.

Vor den Verwandten muss es geheim bleiben