„NIN“ hilft einem schwerbehinderten Mann aus der Misere

Von Renate Lück

Aus der SZ/BZ vom 9.1.2019

Es ist nicht von einem Auto die Rede, sondern von einer Toilettenspülung. Klaus J. hatte nicht gemerkt, dass sie kaputt war. Nun hilft ihm „Nachbarn in Not“ aus der Maläse.

Der 54-jährige Klaus J., der allein lebt, ist schwer behindert. Er sieht und hört schlecht, weshalb er seinen Beruf aufgeben musste. Nun bezieht er eine Erwerbsunfähigkeitsrente, die er durch Arbeit bei den Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten aufstockt. Den Ansprechpartnern dort war die Rechnung über seine Nebenkosten aufgefallen und sie versuchten herauszubekommen, woran der hohe Wasserverbrauch liegen könnte. Klaus J. hatte einfach nicht bemerkt, dass das Wasser dauernd ins WC lief. Vielleicht hatte er sich auch schon an das Geräusch gewöhnt.

Mitte 2017 wurde der Wasserkasten repariert. Aber bekam er noch eine horrende Rechnung für 2016, die verschiedene Stiftungen bezahlten. Die ebenfalls hohe Rechnung fürs Folgejahr konnte er trotzdem nicht aus eigenen Mitteln begleichen. Seine Betreuerin, die ihn in seinen Angelegenheiten unterstützt, bat die Hilfsorganisation „Nachbarn in Not“ um einen Zuschuss, damit er wieder ins Reine kommt. Für den Restbetrag vereinbarte sie mit der Vermieterin eine Ratenzahlung.

Und es läuft und läuft und läuft…