Von Renate Lück

Ein Schlag nach dem anderen. Und nun ist Weihnachten und Michael Z. hatte nicht einmal Geld, seinen Kindern etwas zu schenken. Aber die Sozialarbeiterin im Landratsamt kennt „Nachbarn in Not“.

Der 53-Jährige war Lagerarbeiter. Vor einigen Jahren verlor er seinen Arbeitsplatz, weil die Firma die Abteilung ins Ausland verlegte. Im vorigen Jahr trennte sich auch noch seine Frau von ihm und nahm die Kinder mit. Da konnte er die Wohnung nicht mehr halten und hatte gar nichts mehr. Ein paar Monate übernachtete er bei verschiedenen Verwandten, manchmal schlief er auch im Auto. Es ist eine Katastrophe für ihn. So hatte er sich sein Leben nicht vorgestellt. Mit seiner Frau reden kann er nicht. Sie will nichts mehr von ihm wissen. Und auch die Trennung von seinen Kindern macht Michael Z. schwer zu schaffen.

Er wollte ihnen so gern eine Weihnachtsfreude bereiten. Doch es stehen noch Rechnungen an und der Geldbeutel ist leer. Da schrieb die Betreuerin einen Antrag aus und bat „Nachbarn in Not“ um eine Weihnachtsspende.

Übernachten im Auto und bei Verwandten