Von Renate Lück

Franziska und Lukas Coulon waren gerade ein halbes Jahr in ihrem neuen Haus in Dagersheim, da luden sie schon die Nachbarn ein und baten um Spenden für „Nachbarn in Not“.

Die Idee dazu hatten sie schon früher, als sie noch in Maichingen wohnten. Franziska Coulon hatte einen ähnlichen Beitrag im Fernsehen gesehen und ihre Eltern fanden eine Nachbarschaftsparty auch gut. Aber dann hatten sie an ihrem Haus zu tun und es verschob sich. 2019 – nahmen sie sich vor – rechtzeitig zu planen und luden Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde und Familie zum Treffen im November ein.

Sie schrieben in die Einladung, wer für „Nachbarn in Not“ spenden möchte, könne dies tun, und verteilten dazu Flyer der Hilfsorganisation. „Es gab viel positive Resonanz“, erzählt die junge Frau. „Selbst Leute, die absagen mussten, steckten Geld in einen Umschlag und gaben ihn ab.

Franziska und Lukas Coulon (Bild Lück)

Dann stellten sie zwei Pavillons auf, schmückten sie mit Lichterketten und möblierten sie mit Stehtischen. Sie kauften hundert Würste, kochten Glühwein und Punsch nach Familienrezepten und Franziska buk eine Menge Waffeln. Etwa 45 Personen kamen und unterhielten sich bei Musik aus der Büchse. „Es war sehr kalt und wir mussten Punsch nachbrauen. Der ging schneller weg als der Glühwein“, ist die Lehre von der ersten Party. Im Laufe des Abends verzog sich die Versammlung doch ins Haus und blieb ziemlich lange.

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„Es war ein schönes Gefühl“, sagen die beiden. „Uns geht es gut und jetzt haben wir etwas für andere getan. Und unsere Gäste haben gesagt: Super, dass ihr das macht.“ Der Erlös von 500 Euro ging anschließend an die Geschäftsführerin von „Nachbarn in Not“.

„Super, dass ihr das macht“