Von Renate Lück

Sindelfingen: Hubertus Meier-Kulenkampff und Melani Rheinbay sind noch am Aufbau des Amazon-Verteilerzentrums in Darmsheim. Als engagierter Nachbar, dem gesellschaftliches Engagement wichtig ist, bringt sich Amazon in Sindelfingen direkt ein. Mit einer Spende an eine wohltätige Organisation, die sich für Chancengleichheit, sozial Benachteiligte oder Inklusion einsetzt, möchte das Unternehmen den Einzug in die Nachbarschaft feiern. Darum spendet das neue Amazon-Verteilzentrum Sindelfingen 1500 Euro an sdie Sindelfinger Hilfsorganisation „Nachbarn in Not“, um in Not geratene Menschen zu unterstützen.

Viele Menschen wurden unterstützt

„Nachbarn in Not“ unterstützt Menschen im Landkreis Böblingen, die vonseiten des Sozialamts keine Hilfe mehr zu erwarten haben – ohne Ansehen der Person. In der Regel schlagen die Mitarbeiterinnen von Sozial- und Jugendämtern und anderen sozialen Institutionen begründete Einzelfälle zur Spendenvergabe vor. Schon viele Menschen in Sindelfingen und Umgebung konnten auf diese Weise unterstützt werden.

Auch die Amazon-Mitarbeiter finden die Spende zur Standort-Eröffnung passend:  „Es kam im Team an, denn es passt sehr gut zum Umgang untereinander“, berichtet Hubertus Meier-Kulenkampff. Diversität sei extrem wichtig. „Woher jemand kommt und welches Geschlecht er oder sie hat, spielt keine Rolle.“

Wie direkt und passend die Unterstützung von „Nachbarn in Not“ für Bedürftige ankommt, zeigt das Fazit zum sogenannten Sommerpaket der Hilfsorganisation. Corona hat auch bei „Nachbarn in Not“ und den Sozialarbeiterinnen auf den Ämtern im Sommer die Routine durcheinandergebracht. Schlange stehen war nirgends erwünscht und möglich. Aber die Kinder aus bedürftigen Familien sollten doch ein bisschen Freude in den Ferien haben.

So wurde von der Hilfsorganisation wieder ein Sommerpaket geschnürt mit Gutscheinen von der Eisdiele und dem Kino. Doch meistens gab es Bargeld für einen Tagesausflug mit einem Besuch in der Wilhelma, dem Daimlermuseum oder einem Vergnügungspark. Das war dann nicht nur für die Kinder eine tolle Abwechslung, sondern auch für die meist alleinerziehenden Mütter in prekären Verhältnissen eine große Erleichterung, denn es klemmte an allen Ecken. Auf einem Antrag steht denn auch als letzter Satz: „Frau P. bedankte sich freudestrahlend.“

„Spende kam super an“