Von Renate Lück

Elfriede Braun ist eine der beiden Kassenprüferinnen bei „Nachbarn in Not“ und spendet „natürlich“ auch für die Hilfsorganisation.

Auf die Frage, wie lange sie das schon macht, sagt sie: „Sehr, sehr lange.“ Dann fängt sie an zu rechnen: „Bis 1997 war ich bei der Bank. Aber vorher habe ich schon die Spendenbescheinigungen ausgestellt. Also etwa 30 Jahre.

Zwei Chefs hatte sie während der 43 Jahre bei der Volksbank. Und die haben sie für Aufgaben für die Hilfsorganisation freigestellt. „So bin ich zu den Nebengeschäften gekommen“, sagt sie lächelnd. Da habe sie sich quasi verpflichtet gefühlt, auch etwas zu spenden, und hätte sich gleich selbst ihre Spenden bescheinigen können.

Da ich immer mit „Nachbarn in Not“ tun hatte, also die Kredite ausgab und die Rückzahlung überwachte, was über ein Extra-Konto lief, war ich mit der Hilfsorganisation doch irgendwie verknüpft. Auch meine Spenden wurden mit der Zeit größer und regelmäßiger.

Es gibt so viele Sachen, wo man helfen kann. Wenn ich da meinen Obulus dazugeben kann, ist das o.k.“, sagt sie. Wofür die Beträge ausgegeben wurden, da vertraute sie Dr. Roswitha Seidel immer. „Ich hätte bestimmt auch ohne die Spendenbescheinigungen Geld überwiesen“, ist sie sich sicher. Nun kümmert sich die 82-Jährige mehr um ihr Haus und ihren Garten und kommt nur als Kassenprüferin einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung.

„Es gibt so viel, wo man helfen kann“