Wintermarkt

Von Renate Lück

Vom Hochsommer direkt in den Winter. Kommenden Mittwoch beginnt in der Messehalle der jährliche Weihnachtsmarkt, der nun Wintermarkt heißt und täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, am Donnerstag sogar bis 20 Uhr. Der Stand von „Nachbarn in Not“ ist diesmal im Kreativbereich im Obergeschoss.

Das Basar-Team, das das ganze Jahr schon gebastelt, gestickt und gesägt hat, traf sich bei der Vorsitzenden Dr. Roswitha Seidel zum Preisemachen. Das ist für die Künstlerinnen schwieriger als pfiffige Ideen umzusetzen. Kann man das Material einrechnen? Oder den schokoladigen Inhalt von Papiertaschen und Schachteln? Die Arbeitszeit jedenfalls nicht, auch wenn es einen ganzen Tag gekostet hat. Neben Stofftaschen, Stricksocken und schicken Stulpen fallen diesmal Dekorationen mit Leuchtbändern auf, seien es Papiersterne oder Holz-Tannenbäume oder auch ein geschmückter Miniwald im Glas für draußen.

Der pensionierte Förster Gerhard Riedel hat auch wieder viele nützliche und dekorative Dinge gesägt und geölt, damit der Gebrauchswert lange erhalten bleibt, zum Beispiel Kochlöffel aus Mammutbaumholz, Pizzabretter, Engelflügel und Elche. Manchmal müssen sogar die Ehemänner der Gestalterinnen mit der Schraubzwinge ran, wenn die Holzscheiben des Kerzenhalters wegrutschen oder die Weinkorken nicht da kleben, wo sie sollen. Was Lisa Polz und Sonja Ehmann aus Papier und Pappe zaubern, ist absolut sehenswert: große Tüten mit Inhalt zur Entspannung für Mann oder Frau, liebevoll gestaltete Geschenkboxen für Gesunde und Kranke (mit Tee), Herzen zum Notieren des Einkaufszettels oder Einladen ins Haus, Taschen für Papiertaschentücher oder Geldscheine und Serviettenhalter, in die auch das Besteck hineinpasst. Olga Stuible brachte außer den Stricksachen Beutel mit Walnüssen gefüllt und Weihnachtskarten mit eingebautem Tannenbaum. Die 89-jährige Margot Stark strickte 130 Söckchen für die beliebten Karten mit dem Lebensfaden-Gedicht und Gertrud Zetzsche, die sogar 98 Jahre alt wird, lieferte wieder ihre Karten mit echten Blumen. Die Preismacherinnen mussten wieder eine Mischkalkulation aufmachen, damit all die schönen Dinge auch von Menschen gekauft werden können, die nicht so viel Geld in der Tasche haben. Sonja Ehmann freut sich besonders, dass sie zwei neue Handarbeiterinnen gewinnen konnte.

Neben dem Basar wird sich wieder das Tombola-Rad drehen, das der Rotary und der Rotaract Club bestücken unter der Mithilfe von „Nachbarn in Not“, der SZBZ und der Messeleitung. Fünf Jungen der Basar-Frauen helfen nach der Schule beim Drehen und Preise-Suchen. Der Weihnachtsbaumverkauf bei der Firma Walker findet am 15. Dezember statt.

Und von all den Erlösen wird Nachbarn in Not geholfen, wenn die Sozialämter nicht mehr helfen können.

Schöne und nützliche Geschenke
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