Entlassung wegen Umstrukturierung des Arbeitsplatzes, die Corona-Krise mit drei schulpflichtigen Kindern – das macht schon zu schaffen. Und dann kam eine deftige Nachzahlung. Ohne die Hilfe von „Nachbarn in Not“ wäre Jeanette R. nicht mehr klar gekommen.

Die Sozialarbeiterin, die um Hilfe bat, bewundert ihre Klientin für ihre Motivation, mit der sie alle Schicksalsschläge wegsteckt. Und davon gab es einige. Der Vater des 17-Jährigen starb, als der Junge noch klein war. Vom Vater der beiden Jüngeren lebt sie getrennt und im Clinch. Er zahlt nämlich – wenn überhaupt – wenig Unterhalt. Um sich und die Kinder selbst zu versorgen, machte sie nach der Trennung eine Ausbildung zur Erzieherin. Das war zwar etwas mühsam neben Haushalt und Familie, lohnte sich aber. Ab 2016 arbeitete sie in ihrem Beruf fest angestellt. 2018 dann die Umstrukturierung des Betriebs: Der Träger gab überraschend Bereiche auf und entließ das Personal. Das war ein Schock für alle Betroffenen. 500 Euro weniger im Portemonnaie – das schmerzt, besonders da das Gehalt für Erzieherinnen sowieso nicht üppig ist.

Jeanette R. finanzierte ihren Haushalt von Arbeitslosengeld, Waisenrente für den Sohn und aufstockendes Wohngeld. Das reichte gerade so fürs Nötige. Aber dann kam es wieder dick. Während des ersten Lockdowns waren alle drei Kinder zu Hause. Das bedeutete mehr Bedarf an Lebensmitteln, Papier und Druckpatronen. Apropos PC: Alle vier hatten zusammen einen Laptop und ein altes Tablett. Und dann kam eine dicke Nachzahlung. Die Sozialarbeiterin riet ihr, demnächst monatlich 50 Euro mehr zu bezahlen, um solche Überraschungen zu vermeiden, und bat „Nachbarn in Not“ um einen Zuschuss. Denn Rücklagen hatte Jeanette R. nicht. Mit neuem Mut startete sie im November wieder an einem neuen Arbeitsplatz und die Kinder, die gerade in Quarantäne und Homeschooling sind, hoffen auf PCs von den Schulen. Vielleicht wird bis Weihnachten alles übersichtlicher.

Wenn Sie „Nachbarn in Not“ unterstützen wollen, damit die Hilfsorganisation helfen kann, dann überweisen Sie eine Spende an die Vereinigte Volksbank, IBAN: DE81603900000200250000, BIC: GENODES1BBV oder an die Kreissparkasse Böblingen, IBAN: DE18603501300003039999, BIC: BBKRDE6B. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.nachbarn-in-not.de und auf Facebook.

Schicksalsschläge weggesteckt