Von Renate Lück

Hanna R. ist verwitwet und lebt allein. Deshalb zog sie schon in eine kleinere Wohnung um. Aber seit vorigem Jahr macht ihr die Gesundheit schwer zu schaffen. Das verursacht Probleme, die auch ins Geld gehen. „Nachbarn in Not“ hilft.

Seit vorigem Jahr klappte die 75-Jährige öfter offenbar grundlos zusammen oder fiel um. Im Frühjahr stellte sich heraus, dass sie einen Tumor an der Wirbelsäule hatte. Sie wurde operiert und zur Reha geschickt. Scheinbar ging es danach wieder gut. Aber vor Kurzem fiel sie nachts aus dem Bett und lag drei Stunden auf dem Boden. Vor Schreck hatte sie vergessen, dass sie ja einen Notruf-Knopf hat. Als sie schließlich doch die Sanitäter alarmierte, konnten die nicht in die Wohnung, weil sie den Schlüssel von innen hatte stecken lassen. So schlugen sie im Bad das Fenster ein, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen.

Hanna R. wurde versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Aber seitdem ist ein Bein fast gelähmt, sodass sie sich nur langsam mit dem Rollator fortbewegen kann. Das dicke Ende war die Rechnung des Glasers, die sie von ihrer Rente nicht bezahlen kann. Die Tochter hilft ihr zwar beim Kochen, Einkaufen und Putzen, hat aber auch kaum Geld. Deshalb bat die Sozialarbeiterin „Nachbarn in Not“ um Unterstützung, damit beide beruhigt auf die Feiertage zugehen können.

Probleme, die ins Geld gehen