„Nachbarn in Not“ hilft bei Reparatur des Autos

Von Renate Lück

Wie schnell eine Familie in Abhängigkeit geraten kann, zeigt die Geschichte von Johannes K. und seiner Frau, der „Nachbarn inNot“ hilft.

Beide Eheleute hatten Berufe, die ein gutbürgerliches Leben ermöglichten. Sie konnten auch den Sohn beim Studium unterstützen. Doch plötzlich veränderte ein Gehirnschlag von Carmen K. die ganze Situation. Sie muss rund um die Uhr gepflegt werden und wird seit zwei Jahren durch eine Magensonde künstlich ernährt. Johannes K. sorgt sich rührend um seine Frau und verlor deshalb seinen Arbeitsplatz. Einige Jahre versuchte er, durch Zeitarbeit den finanziellen Abstieg zu verhindern, bis er durch die enorme physische und psychische Belastung selbst krank wurde. Nun bekommen beide eine Erwerbsminderungsrente und da dies beileibe nicht reicht, erhält er aufstockende Sozialleistungen und sie Grundsicherung. Eine Mitarbeiterin der Schuldnerberatung hilft bei den finanziellen Angelegenheiten. Denn der Aufwand an Pflegemitteln ist ziemlich hoch. Dazu gehören Medikamente, die die Krankenkasse nicht bezahlt, Windeln und Fußpflege. Vor allem braucht Johannes K. ein Auto zum Einkaufen und Fahrten zu den Ärzten oder ins Krankenhaus – in Notsituationen auch nachts. Um die Finanzierung dieses Fahrzeugs zu stemmen, schränkt sich die Familie sehr ein. Doch nun muss die Lichtmaschine ausgetauscht werden, was ein beträchtliches Loch ins Budget reißt. Außerdem fehlt es ihnen mittlerweile an Schuhen und Winterbekleidung, die Johannes K. einfach nicht mehr bezahlen kann. Die Sozialarbeiterin bat „Nachbarn in Not“ um Hilfe, damit es auch für diese Familie einen Lichtblick zum Fest gibt.

Pflegefall kostet Arbeitsplatz