Von Renate Lück

Eigentlich wollten Nele Frick und ihre Freundin Haram Lutz wieder etwas für „Nachbarn in Not“ basteln und es auf dem Handwerkermarkt verkaufen. Jetzt sind sie traurig, weil der Markt ausfällt. Aber im nächsten Jahr wollen sie es noch einmal probieren.

Nele Frick (rechts) und Haram Lutz

Im vorigen Jahr haben die beiden Zweitklässlerinnen aus der Grundschule Klostergarten nachmittags im Hort Perlen aus Papier gemacht. Das heißt, sie haben Formen ausgeschnitten in verschiedenen Größen und Längen, sie mit Buntstiften bemalt und dann zusammengerollt. „Bei den Dreiecken muss man das Aufrollen mit der breiten Seite anfangen, damit die Spitze oben liegt“, erklärt Nele. Ihre Erzieherin Tina habe ihnen ein bisschen geholfen, ergänzt Haram.

Dann haben sie alle Perlen in ein Osterkörbchen gelegt und auch noch Wollfäden dazu, damit sich die Kundschaft selber Ketten aufziehen könne. Manche haben nur eine lange Perle erstanden und sie in die Mitte der Schnur gesetzt. „Den Preis durften die Leute selber entscheiden. Es war eine Spende für ‚Nachbarn in Not‘. Das stand auch auf dem Schildchen am Stand.“ Von 10 Uhr bis zum Nachmittag standen sie an dem heißen Tag dann vor dem Haus, geschützt von einem großen Sonnenschirm, und als es regnet, von einem Regenschirm.

Die Idee, das Geld der Hilfsorganisation zu geben, hatten die beiden Mädchen schon während des Bastelns. „Es gibt Leute, die das Geld mehr brauchen als wir“, sagt Nele. Woher kennt sie arme Leute? Nele überlegt. „Von der Sendung mit der Maus.“ Auch vor dem Bäcker am Marktplatz sitzt immer ein armer Mann, sagt ihre Mama Jennifer Frick. Über 50 Euro sind zusammengekommen. Jetzt soll es im nächsten Jahr klappen.

Papierperlen zugunsten von „Nachbarn in Not“