Von Renate Lück

Muhammad M. lebt schon seit 1989 in Deutschland und hat zwanzig Jahre gearbeitet. Und nun reicht das Geld weder für eine brauchbare Wohnung noch für ein Bett für sich und seine Frau. „Nachbarn in Not“ verhilft den beiden wenigstens zu Matratzen, auf denen sie schlafen können.

Das Problem ist, dass der 68-Jährige, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, so krank wurde, dass er nicht mehr arbeiten konnte. Nachdem das Krankengeld ausgelaufen war, erhielt er eine Erwerbsminderungsrente. Seine Frau, die er vor elf Jahren im Iran geheiratet hatte, durfte nicht aus dem Land. Es dauerte acht Jahre, bis sie zu ihm ziehen konnte. Sie ist sehr sprachbegabt und lernt à tempo Deutsch. „Sie spricht schon recht gut für die kurze Zeit“, sagt die Sozialarbeiterin. Im Iran arbeitete die 50-Jährige als Krankenschwester und möchte dies hier wieder tun.

Jetzt wohnen die beiden in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung, in der nicht einmal Platz für ein Bett ist. Sie schlafen auf ganz dünnen Unterlagen, mit denen sie sich auf die Dauer den Rücken kaputtmachen. Geld für richtige Matratzen haben sie nicht. Deshalb bat die Sozialarbeiterin bei der Hilfsorganisation um eine Spende, damit sie richtig schlafen können, um dann auch ordentlich arbeiten zu können.

Nicht einmal Platz für ein Bett