„Nachbarn in Not“ hilft bei einer Waschmaschine mit

Von Renate Lück

Seinen Lieben zu helfen ist wichtig, doch wenn man sich zu eng auf der Pelle sitzt, gibt es Unverträglichkeiten. Um wieder Ordnung im Leben von Vera R. zu ermöglichen, zahlt auch „Nachbarn in Not“ einen Zuschuss.

Da die 56-jährige Vera R. ihre Arbeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, half sie ihrer Tochter, indem sie die Enkelin hütete, während die Tochter zur Arbeit ging. Sie zogen zusammen in eine Zwei-Zimmer-Wohnung und Vera R. versorgte die Kleine und führte den Haushalt, so gut sie konnte. Doch auf die Dauer gingen sich Mutter und Tochter, die im selben Zimmer schliefen, sehr auf die Nerven. Zur Kindererziehung haben sie bedeutend verschiedene Meinungen und wenn schon Spannung in der Luft liegt, führt jede Kleinigkeit zur Explosion. Diskutieren, wenn man müde von der Arbeit kommt oder sich trotz gut gemeinten Einsatzes missverstanden fühlt, geht dann nicht mehr. Als alle am Rande ihrer Kräfte waren, suchte Vera R. eine andere Wohnung.

Es dauerte eine Weile, bis sie etwas Bezahlbares fand. Weil sie von ihrer Erwerbsminderungsrente keine großen Sprünge machen kann, stellte sie beim Sozialamt einen Antrag auf Erstausstattung der Einrichtung, denn der Hausrat in der anderen Wohnung gehört ihrer Tochter. Da sie eine schwere Arthrose in den Händen hat, bat sie die betreuende Sozialarbeiterin auch um eine Waschmaschine. Die stellte einen Antrag bei „Nachbarn in Not“ und hofft, dass Vera R. Weihnachten in Ruhe in ihren vier Wänden feiern kann.

Neustart mit 56 Jahren