Von Renate Lück

Die Eheleute Prem und Cheran P. kamen vor zwanzig Jahren wegen des Bürgerkriegs in Sri Lanka nach Deutschland. Sie lebten sich gut ein und der Mann arbeitet bei einem Sicherheitsdienst. Nun wird das alte Haus, in dem sie mit ihren vier Kindern wohnen, abgerissen. Obwohl sie eine neue Bleibe angeboten bekamen, schreckt sie der Umzug wegen der Kosten. „Nachbarn in Not“ hilft über die erste Hürde.

Die Kinder sind alle fleißig. Die Älteste macht eine Ausbildung im Klinikum zur medizinischen Fachkraft. Die Jüngsten sind in der Realschule. Der Sohn ist schwerbehindert und absolviert eine Ausbildung zum Metaller in den Gemeinnützigen Werkstätten (GWW). Er bekommt neben seiner Ausbildungsvergütung aufstockende Leistungen vom Landratsamt. Die Mutter stemmt den Haushalt, muss aber arg sparen, da das Familieneinkommen gerade so über dem Sozialleistungsniveau liegt. Deshalb ist ihr ziemlich bang vor der Zukunft.

Dabei lockt sie die etwas größere Wohnung, in der auch der Junge ein eigenes Zimmer bekommen könnte. Bisher schläft er auf dem Boden. Jetzt hofft er auf ein eigenes Bett und einen Kleiderschrank. Und der Gipfel des Glücks wäre ein Schreibtisch, auf den er seinen Computer stellen könnte. Doch die Eltern wissen nicht, wie sie das alles bezahlen sollen zuzüglich zu den Umzugskosten. Und Verwandte, die ihnen helfen könnten, haben sie hier nicht. Sie Sozialarbeiterin, die sie betreut, stellte deshalb einen Antrag an „Nachbarn in Not“ und bat um einen Zuschuss zu gebrauchten Möbeln.

„Nachbarn in Not“ hilft über die erste Hürde