Von Renate Lück

Allein kam Monika R. gut zurecht. Aber nun lebt sie mit ihrem Partner und zwei kleinen Kindern in einer 1-Zimmer-Wohnung und muss sehr knapsen. Ohne „Nachbarn in Not“ käme sie wohl nicht über den Winter.

Eigentlich hat die 30-Jährige einen guten Job als Verkäuferin. Doch seit der Geburt des Jüngsten ist sie bis zum Jahresende in Elternzeit. Ihr Partner, der vor der Corona-Krise durch Hilfsjobs in Restaurants zum Lebensunterhalt beitrug, kann dies nun nicht mehr. Das heißt, die Familie lebt zur Zeit von ALG II und Elterngeld.

Die Situation ist sehr angespannt – nicht nur finanziell durch Mehrausgaben bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln, sondern auch psychisch durch die Enge des Zimmers und die Unzuverlässigkeit ihres Lebensgefährten. Eine andere Wohnung zu finden ist so unmöglich.

Das bringt Monika R. oft an ihre Grenzen. Trennen will sie sich wegen der Kinder noch nicht von deren Vater. Aber die Kleinen brauchen dringend Winterkleidung und Schuhe. Da hilft „Nachbarn in Not“ gern.

Miniwohnung für vier Personen