Von Renate Lück

Viele Freiwillige nähen Masken, um ihre Mitmenschen damit zu versorgen. Dorothee Seidel, in deren Apotheke die Kundschaft danach fragte, setzte sich in ihrer Freizeit ebenfalls an die Nähmaschine und gab ihre Produkte für eine Spende für „Nachbarn in Not“ ab.

Die Idee war, die verfügbaren Masken nicht dem medizinischen Personal wegzunehmen. Sie besprach sich mit Biggi Haug, der Geschäftsführerin der Hilfsorganisation, die auch schon mit diesem Gedanken spielte. Als die Firma Zweigart Stoffballen verschenkte, holte sich auch die Apothekerin einen. Die Anleitung aus dem Internet modifizierte sie, nachdem sie die ersten Masken hergestellt hatte. Und diese Anleitung postete Markus Döttling, der die Facebook-Seite von „Nachbarn in Not“ pflegt, und rief zum Nähen auf.

Dorothee Seidel packte sechs Pakete mit jeweils einem Meter Stoff, Gummiband, Pfeifenreinigern und der Anleitung. Katrin Kroschwald und ihre Tochter Alina, die beide ebenfalls Stoffballen bei Zweigart geholt hatten, meldeten sich und legten los und einige andere auch, die eigene Stoffe verwendeten.

Dorothee Seidel näht Masken zugunsten von „Nachbarn in Not“

Bis Ende April gingen zirka 200 Masken in allen Größen und Farben über den Ladentisch der Löwen-Apotheke. „Sie waren immer schnell weg“, erzählt Dorothee Seidel. Und die Leute geizten nicht. 1.600 Euro landeten in der Spendenbox. Die Näherinnen hatten immer wieder neue Ideen für ihre Kreationen, was Form und Farben betraf. Von hellgrau und -blau bis Dschungelmuster war vieles dabei. Auf dem Beipackzettel ist erklärt, wie die Masken behandelt werden müssen, damit sie nach längerem Tragen wieder zu benutzen sind.

Masken in allen Größen und Farben