Kommentar

Nachbarn in Not: Damit niemand auf der Strecke bleibt und niemand vergessen wird – die Sindelfinger Hilfsorganisation „Nachbarn in Not“ leistet seit über drei Jahrzehnten Vorbildliches. Wenn die eigenen Kräfte erlahmen und wenn das soziale Netz nicht mehr hält, springt die Hilfsorganisation in die Bresche. Unbürokratisch, aber jeden Fall genau prüfend.

Es ist genau diese Kombination, die „Nachbarn in Not“ so wichtig macht. Die Spenden kommen im wahrsten Sinne des Wortes beim Nachbarn an. Die Mitarbeiter in den Sozialämtern sehen am besten, wer in eine Notlage geraten ist und durch das Netz gefallen ist. In solchen Fällen springt „Nachbarn in Not“ ein und sorgt dafür, dass eine Matratze gekauft oder Medikamente bezahlt werden können.

Wer für „Nachbarn in Not“ spendet, kann sicher sein, dass die Hilfe direkt und ohne Umwege bei bedürftigen Menschen in Sindelfingen und den umliegenden Kommunen ankommt. Im vergangenen Jahr hat „Nachbarn in Not“ in knapp 2250 Fällen geholfen, die schlimmste Not zu lindern und damit etwas Freude aufkommen zu lassen. Das alles muss organisiert und bewältigt werden.

Die Hilfsorganisation schafft das mit minimalen Verwaltungskosten. Dank eines kleinen Teams von Menschen, die sich, meistens schon seit vielen Jahren, ehrenamtlich engagieren und Großartiges leisten.

Davor kann man nicht oft genug den Hut ziehen.

Von Chefredakteur Jürgen Haar, aus der SZ/BZ vom 28.4.2018

juergen.haar@szbz.de

Kleines Team, große Leistung