Von Renate Lück

Es geht bei den Anträgen an „Nachbarn in Not“ nicht nur um Waschmaschinen oder ein neues Bett. In diesem Fall unterstützt die Sindelfinger Hilfsorganisation einen jungen Mann dabei, gut ins Berufsleben zu starten.

Markus T. hatte schon einen schwierigen Start ins Leben. Er wuchs ohne Vater bei seiner Mutter auf, die unter Depressionen litt. Als das Zusammenleben nicht mehr gut ging, kam er in eine Jugendhilfeeinrichtung, in der er mit Gleichaltrigen seine Kindheit verbrachte. Ein gesetzlicher Betreuer vertrat ihn bei Behörden-Angelegenheiten. Als er älter wurde, zog er in eine betreute Wohngemeinschaft um. Er bewältigte seine Schulaufgaben ordentlich und schaffte eine Ausbildung als Industriemechaniker.

Seit einem Jahr lebt der ernsthafte und verlässliche junge Mann in einer WG und bemüht sich, sein Leben selbstständig zu bewerkstelligen. Eine Arbeitsstelle zu finden, war nicht so einfach. Aber nun hat er eine, worauf er sehr stolz ist. Jetzt braucht er allerdings Arbeitskleidung, die die Firma nicht bereitstellt. Von seinem Gehalt muss er noch weitere Anschaffungen machen, sodass es nicht für alles reicht. Die Sozialarbeiterin bat deshalb „Nachbarn in Not“, hier zu helfen und ihm ein positives Signal für sein Leben zu geben.

Gut ins Berufsleben starten