NIN unterstützt 77-jährige Rentnerin, die mit vielen schweren Krankheiten zu kämpfen hat.

Von Renate Lück; aus der SZ/BZ vom 21.1.2019

So viele Krankheiten, wie sie Brigitte A. zu ertragen hat, können einen fertigmachen. Zum Glück hat sie eine Tochter, die sich um sie kümmert.

Die 77-Jährige arbeitete früher als Verkäuferin und erhält dafür Rente. Doch die ist so knapp, dass sie noch Grundsicherung und wegen ihrer schwerwiegenden Krankheiten Pflegegeld für Pflegestufe zwei bekommt. Das Letztere erhält ihre Tochter, die sie umsorgt. Die Mutter kommt nämlich manchmal nicht mehr aus dem Bett. Wegen eines Magenkrebses wurde ihr dieses Organ ganz entfernt. Das heißt, sie kann nur noch kleine Portionen essen.

Jetzt hat sie einen Hirntumor, der noch wächst. In ein paar Wochen muss sie zur nächsten MRT-(Magnetresonanztomografie-)-Kontrolle. Eine baldige Operation scheint den Ärzten unumgänglich und wurde ihr schon angekündigt.

Eine schwere Skoliose (Verbiegung der Wirbelsäule) führte dazu, dass Brigitte A. nur mit Krücken laufen kann. Dafür steht das G in ihrem Schwerbehindertenausweis, damit sie kostenlos Bus fahren darf – sofern sie denn aus dem Haus kommt. Daneben sind Diabetes und Arthrose fast normale Alterserscheinungen.

Vor einiger Zeit nahm die Rentnerin einen Kredit auf, um eine neue Waschmaschine und einen Herd zu kaufen. Das stottert sie nun noch ab. Zu Weihnachten wünschte sie sich Schuhe, warme Pullis und eine neue Lesebrille. „Nachbarn in Not“ unterstützte die Sozialarbeiterin dabei und nahm Brigitte A. auf die Seniorenliste. Dann wird sie zweimal im Jahr besucht und bekommt ein Extra-Taschengeld für kleine Wünsche.

Extra-Taschengeld für kleine Wünsche