An Christine Jourdan im Amt für soziale Fragen schrieb eine Frau, die zusammen mit ihrer Tochter zu Weihnachten von „Nachbarn in Not“ bedacht wurde: „Wir haben uns riesig über das Weihnachtsgeschenk von Nachbarn in Not gefreut. Das hilft uns sehr und ich freue mich und bin dankbar, dass es doch noch nette Menschen gibt.“ Dekoriert war der Brief mit Herzchen und einem Händeabdruck, dessen Finger zu Schneemänner gestaltet wurden. Darüber hat sich nun die Sozialarbeiterin im Sindelfinger Rathaus gefreut und das Team von „Nachbarn in Not“ auch.

Meist kommen mehrere Miseren zusammen: Krankheit und Arbeitslosigkeit. Frauen werden mit den Kindern und schlimmstenfalls auch krank sitzengelassen. Die Kündigung der Wohnung bringt zudem viele zur Verzweiflung. „Nachbarn in Not“ hilft, wenn alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Das ist in der Satzung so festgelegt. Die Sozialämter oder das Jobcenter müssen die Situation prüfen, bevor ein noch so kleiner Betrag weitergegeben werden darf. Denn nur sie können die Verhältnisse der Menschen in Not angemessen beurteilen. Grundsätzlich gibt der Verein kein Geld, um die sozialen Dienste zu entlasten! Nur wenn die Maschen des sozialen Netzes zu groß sind, wenn die Paragrafen des Gesetzes den Spezialfall nicht vorsehen, muss NiN Hilfestellung geben.

Von Renate Lück. 

„Es gibt doch noch nette Menschen“