Von Renate Lück

Petra A. lebt nach qualvollen Streite­reien seit einem Jahr von ihrem Ehemann getrennt und haust mit ihren beiden Kindern in einer Obdachlosenunterkunft. Dank der Unterstützung von „Nachbarn in Not“ kann sie nun eine Ausbildung zur Busfahrerin absolvieren.

Die 42-Jährige hatte immer nur Teilzeitjobs gemacht, sodass sie jetzt mit Arbeitslosengeld II, Kindergeld und einem Unterhaltsvorschuss auskommen muss. Von den Kindern geht eins in die Grundschule, das andere in die Realschule. Zum Glück hatte Petra A. schon einen Führerschein, sodass die Arbeitsagentur ihr nun vorschlug, eine Ausbildung zur Busfahrerin zu absolvieren. Das fand sie prima, fährt sie doch gern Auto.

Da sie dann aber bis zum Frühjahr den ganzen Tag außer Haus ist, wurde der Jüngste in diesem Schuljahr in der Kernzeitbetreuung seiner Schule untergebracht, was Petra A. drei Monate selbst bezahlen musste. Das drückte etwas aufs Portemonnaie, weil sie beim Jobcenter auch noch Raten abstottern muss. Eine Förderung durch das Bildungs- und Teilhabepaket war nicht möglich. Deshalb sprang „Nachbarn in Not“ ein. Die ganze Familie ist froh, dass die Aussichten auf eine Wohnung und ein normales Leben dadurch wieder steigen.

Endlich ein Job in Sicht