Musik für „Nachbarn in Not“

Von Renate Lück

Ein Zahnärzte-Team unterstützte die Hanke Brothers bei der Crowdfunding-Kampagne ihrer ersten CD. Dafür revanchierten sie sich mit einem Benefizkonzert zugunsten von „Nachbarn in Not“. Es wurde für alle ein toller Abend. Die Hanke Brothers bedankten sich damit für die Unterstützung bei ihrer Cowdfunding-Campagne, der Erlös des Abends kam „Nachbarn in Not“ zu Gute.

Familie Hanke lässt sich schon seit vielen Jahren in der Zahnarzt-Praxis Dr. Eckart Leistikow und seinen Nachfolgern, Dr. Guido Rentschler und Dr. Daniela Zimmermann, die Zähne richten. Als die Hanke Brothers ihre erste CD durch Crowdfunding finanzieren wollten, wurde groß die Werbetrommel gerührt und ihre Mutter fragte bei den Medizinern an, ob sie die Jungs unterstützen würden. Die sagten sofort Ja, da sie die Entwicklung der Brüder schon über Jahre mit Begeisterung mitverfolgten. Das Zahnärzte-Team buchte über die Crowdfunding-Kampagne ein Privatkonzert mit der Idee im Hinterkopf: „Für uns drei allein wäre es ja zu schade gewesen“, sagt Rentsch­ler. Sie luden langjährige Patienten und ihre Geschäftskollegen dazu ein. „Unser Haupt-Zahntechniker kam von einem Seminar in Geislingen.“ Außerdem hörte Dr. Leistikow im Sommer nach 45 Jahren mit seiner Arbeit auf und ging in den Ruhestand. „Da bot sich dieser Anlass als Abschied an.“ Rentschler und Zimmermann organisierten zusammen mit den Hanke Brothers einen festlichen Abend im Stiftshof, dachten aber auch daran, um Spenden für „Nachbarn in Not“ zu bitten. „Ich habe schon immer mal etwas überwiesen. Diese Gelegenheit wollte ich nutzen für Menschen, denen es nicht so gut geht. Da wir in Sindelfingen sind, liegt ‚Nachbarn in Not‘ nahe“, begründet dies Rentschler. 

Das Zahnarzt-Team ist immer noch ganz hin und weg, wenn sie an den Abend im Juli denken. Über 200 Menschen genossen ein hochkarätiges Konzert mit den Musikwerken, die die Hanke Brothers für ihre CD „Elements“ zusammen gestellt hatten. Ihre vier Hauptinstrumente Blockflöte, Klavier, Viola und Tuba lassen Klassik, Pop und Jazz mit innigem Groove verschmelzen. „Zu jedem Stück erzählten sie eine Geschichte. Das machte es sehr persönlich“, erinnert sich Zimmermann. Die Klavierimprovisation von Jonathan Hanke habe sie zu Tränen gerührt. Für Rentschler begann das Konzert mit seinem Lieblingslied, dem Tango und Filmmusiktitel ‚B Rosette‘. „Die CD habe ich jetzt im Auto und klicke immer meine Favoriten an“, erzählt er. Selbst um Zugaben ließen sich die Brüder nicht lange bitten. Und was „Nachbarn in Not“ betrifft, da legten sie auch noch etwas drauf.

Ein Privatkonzert in der Zahnarztpraxis