Renate Lück

Die Liebe ermöglicht vieles. Doch wenn das Geld gar zu knapp ist, schafft nur Hilfe Erleichterung. Deshalb gibt „Nachbarn in Not“ einer kleinen Familie einen Zuschuss für einen Kühlschrank.

Leyla M. ist in Sindelfingen geboren und aufgewachsen. Sie lernte Frisörin und arbeitete in ihrem Beruf, bis der Laden wegen der Corona-Regelung zumachen musste. Danach erhielt sie Kurzarbeitergeld. Bei einem Verwandtenbesuch in der Türkei hatte sie ihren Mann kennengelernt. Erst hatte sie gezögert, doch dann heirateten sie und er kam nach Deutschland. Zunächst wohnten sie bei ihren Eltern. Als sich jedoch Nachwuchs anmeldete, suchten sie eine eigene Wohnung. Mahmud M. arbeitet als Reinigungskraft und besucht nebenher einen Deutschkurs. Ihr gemeinsamer Verdienst liegt zur Zeit gerade so über dem Sozialleistungsniveau. Dabei sind noch so viele Dinge für den Haushalt anzuschaffen, besonders wenn sie demnächst zu dritt sind.

„Das Dringlichste ist der Kühlschrank. Während der Winterzeit konnten sie die Lebensmittel draußen auf das Fensterbrett stellen. Aber als es wärmer wurde, ging das nicht mehr“, schrieb die Sozialarbeiterin, die um einen Zuschuss bat, da keine Rücklagen vorhanden sind. Leyla M. hatte ihr Erspartes der Mutter gegeben, als sich die Eltern trennten und ihr Vater die Kasse mitnahm.

Ein Kühlschrank ist das Dringlichste