Von Renate Lück

Die beiden Schönaicher Sibylle und Ewald Proszamer, die jetzt in Sindelfingen wohnen, spenden für die Hilfsorganisation „Nachbarn in Not“ aus verschiedenen Gründen.

Die 57-jährige Sibylle Proszamer, technische Zeichnerin in der Industrie, muss überlegen, wie lange sie das schon tut: „Ungefähr zehn Jahre.“ Und warum? „Weil ich den Segen Jesu weitergeben will.“ Ihre Mutter habe ihr schon aus der Bibel vorgelesen, als sie noch ein Kind war. Dann habe sie andere Interessen gehabt und erst zum Glauben zurückgefunden, als die Mutter dement wurde. Jetzt ist sie fest davon überzeugt, „dass auf meinem Leben ein großer Segen Gottes liegt.“

Ewald Proszamer ist erst seit Kurzem dabei, das aber weil er selbst schon in Not war und ihm niemand geholfen habe. Eigentlich ist er Koch von Beruf. Durch einen Betriebsunfall während seiner Lehrzeit, bei dem er sich lebensgefährlich verletzte, konnte er aber später nicht lange in der Küche stehen und wurde arbeitslos. Das brachte ihn zunächst auf die schiefe Bahn. Seit er mittels der Arbeitsagentur zum Musikunterricht fand und wieder Grund unter die Füße bekam, will er nun aufgrund seiner Erfahrungen anderen Gestrauchelten helfen. „Ich habe ein Herz für notleidende Menschen. Im Umkreis gibt es Not genug, die man nicht vergessen darf“, sagt er.

Ein Herz für notleidende Menschen