„Nachbarn in Not“ unterstützt einen alleinerziehenden Vater.

Wenn man im besten Alter schon Erwerbsminderungsrente beantragen muss, stimmt das sehr traurig. Aber Michael J. bleibt nichts anderes übrig.

Der alleinstehende 47-Jährige, der in einer Spedition gearbeitet hat, leidet unter einer schweren chronischen Autoimmunerkrankung. Sie greift seine Muskeln und Gelenke an, wie bei Rheuma. Therapien gibt es dagegen keine, nur schmerzstillende Medikamente. Die haben jedoch so viele Nebenwirkungen, dass dies auf Dauer auch keine Lösung ist. Da er deshalb seit einigen Jahren nicht mehr arbeiten kann, leben Michael J. und seine Tochter Lena von Hartz IV.

Lena besucht die 10. Klasse der Realschule und ist sehr fleißig. Aber sie braucht dringend einen Laptop. Bisher konnte sie für die Referate ab und zu einen von Nachbarn ausleihen, doch das geht nicht ständig. Schließlich stehen die Abschlussprüfungen bevor und für die Ausbildung danach muss sie ja auch selbstständig arbeiten können. Ein Computer ist allerdings im Budget der beiden nicht drin. Die Sozialarbeiterin fragte deshalb bei „Nachbarn in Not“ an, ob vielleicht ein ausgemusterter PC zu bekommen ist. Doch davon rieten alle Fachleute ab.

Aus der SZ/BZ vom 10.3.2018.   Von Renate Lück

Ein Computer ist im Budget nicht drin