Von Jürgen Haar

Es sind Schicksale, die selbst langjährige und erfahrene Mitarbeiter des Sozialamtes schaudern lassen. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung, ein Unfall – von einem Tag auf den anderen gerät man in größte Not. Die eigenen Kräfte reichen nicht aus, und staatliche oder kommunale Unterstützung stehen nicht zur Verfügung. In solchen Situationen kommt „Nachbarn in Not“ ins Spiel.

Im Jahr 2019 konnte die Sindelfinger Hilfsorganisation 2000 Mal wirksam helfen oder den Alltag von bedürftigen Menschen etwas aufhellen. „Nachbarn in Not“ lebt ausschließlich von Spenden, arbeitet weitgehend ehrenamtlich und hält den Verwaltungsaufwand gering. Auch 2019 verzeichnete der Verein stolze 216 000 Euro an Spenden. Doch das Aufkommen geht zurück, und Corona ist auch für die kleine Mannschaft von „Nachbarn in Not“ eine große Herausforderung. Viele Anlässe, bei denen für die Hilfsorganisation gespendet wurde, konnten und werden in diesem Jahr nicht stattfinden. Das reißt Lücken in den Etat.

Doch die Notlagen nehmen eher zu, die Unterstützung von „Nachbarn in Not“ ist dringender denn je. Damit die Hilfsorganisation auch künftig ein Anker in größter Not bleibt, braucht der Verein eine finanzielle Basis. Deshalb ist es zum Beispiel eine gute Idee, das Geld für eine nicht stattfindende Weihnachtsfeier an „Nachbarn in Not“ zu überweisen. Dort kann man gerade jeden Euro gut gebrauchen.

Ein Anker in größter Not