Von Renate Lück

Integration beginnt manchmal bei den Zähnen. Und auch da ist „Nachbarn in Not“ gefragt.

Michael A. kam vor dreieinhalb Jahren als unbegleiteter Flüchtling aus Somalia. Da er ein intelligenter Bursche ist, lernte er schnell Deutsch und machte seinen Hauptschulabschluss mit Belobigung. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Altenheim und Kinderbetreuung im Waldheim absolviert er nun ein Praktikum im Kindergarten, damit er im Sommer die Ausbildung zum Kinderpfleger beginnen kann.

Doch nun wurde festgestellt, dass er unbedingt seine Zähne richten lassen muss, sonst fallen sie ihm heraus. Aber die Behandlungskosten sind im Budget der „Hilfe zum Lebensunterhalt“ nicht drin. Auch das Jugendamt kann nur mit einem Teil helfen und bat um Unterstützung von „Nachbarn in Not“.

Drei Kronen für den Kinderpfleger