„Nachbarn in Not“ unterstützt eine alleinerziehende Mutter und ihre drei Kinder

Von Renate Lück

Da kommt auch wieder alles zusammen: die Sorgen um ein behindertes Kind, miese Wohnverhältnisse und wenig Geld. Maria A. braucht dicke Nerven, eine andere Wohnung und die Hilfe von „Nachbarn in Not“.

Maria A. ist seit sechs Jahren geschieden und versorgt die drei Kinder allein. Eins ist mehrfach behindert und musste gerade an der Wirbelsäule operiert werden. Der Rücken wurde durch Metallstäbe gestärkt. Nach der Reha kann es wieder laufen, nur bücken fällt noch schwer. Aber bald geht’s wieder in die Bodelschwingh-Schule. Die anderen beiden besuchen eine Ganztagsschule und beteiligen sich am Nachmittag gern beim Basteln oder in der Theater-AG.

Die Familie lebt in einem alten Haus, um das sich der Vermieter nicht kümmert. Jedenfalls versucht er alles, um die Mieter hinauszuekeln. Obwohl im Schlafzimmer Schimmel ist, kaufte er für den Winter kein Heizöl, sodass Maria A. gezwungen war, mit Elektro-Öfen zu heizen, damit sie nicht krank werden. Das war natürlich nichts für ihr Hartz-IV-Budget. Als die Stromrechnung kam, traf sie fast der Schlag.

Die Sozialarbeiterin, die seit über zwei Jahren eine andere Wohnung sucht, weil es ihr wehtut, diese superordentliche Familie unter so widrigen Umständen leben zu sehen, bat „Nachbarn in Not“ zu helfen. Wegen einer neuen Bleibe verhandelt sie gerade wieder mit einer Baugenossenschaft, hat aber noch keine Zusage. Wenn das wieder nicht klappt, schreibt sie auf das 301. Wohnungsangebot.

Der Vermieter kauft kein Heizöl