Von Renate Lück

Manche Familien kommen mit sehr praktischen Bitten ins Sozialamt, weil ihr Budget dafür nicht reicht. Aber die Gründe der Geldknappheit liegen tiefer. Und „Nachbarn in Not“ hilft.

Rosa P. arbeitet stundenweise bei zwei Firmen als Reinemachefrau. Ihr Mann verdient als Aushilfstaxifahrer noch weniger. Aber mehr arbeiten können sie nicht, weil sie beide chronisch krank sind.

Vor drei Jahren versuchten sie, sich vom Jobcenter unabhängig zu machen und kauften einen Sprinter für den Kurierdienst. Doch der Unternehmer, der ihnen Aufträge zugesagt hatte, machte einen Rückzieher und andere Aufträge konnten sie nicht an Land ziehen. Deshalb mussten sie das Auto wieder verkaufen – allerdings mit viel Verlust. Nun zahlen sie sieben Jahre lang Schulden dafür ab. „Das tut uns sehr weh“, sagt die 54-Jährige.

Knapp ist das Budget auch deshalb, weil von den drei erwachsenen Kindern einer noch zu Hause wohnt, weil er arbeitsunfähig ist. Deshalb bekommt er Hartz IV. Die Eltern haben Wohngeld beantragt, das aber noch nicht genehmigt ist.

Und was wünschen sie sich zu Weihnachten? „Einen Zuschuss für zwei Schränke, die wir gebraucht oder neu erwerben möchten“, schrieb Rosa P. in den Antrag. Der Schrank im Zimmer des Sohnes sei 25 Jahre alt und breche teilweise auseinander. Und im Schlafzimmer fehle auch Stauraum. „Über eine Spende würden wir uns sehr, sehr freuen.“

Wenn Sie „Nachbarn in Not“ unterstützen wollen, damit die Hilfsorganisation helfen kann, dann überweisen Sie eine Spende an die Vereinigte Volksbank, IBAN: DE81603900000200250000, BIC: GENODES1BBV oder an die Kreissparkasse Böblingen, IBAN: DE18603501300003039999, BIC: BBKRDE6B. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.nachbarn-in-not.de und auf Facebook.

Das Familien-Budget ist knapp