Babysachen helfen aus der Bredouille

Von Renate Lück

„Ich habe schon einmal ‚Nachbarn in Not‘ Sachen angeboten, aber es klappt nicht immer“, sagt die Chefin von „Kindersache“ in Sindelfingen. Diesmal aber schickte ihr die Sozialarbeiterin im Rathaus eine junge Frau, die kurz vor der Entbindung steht.

Susanne Koch stattete die werdende Mutter mit allem aus, was sie für ihr Neugeborenes brauchen wird. Und sie versprach ihr, auch weiter zu helfen. Warum tut sie das? „Weil ich darüber in der Zeitung gelesen habe und mich die Schicksale zutiefst berührten“, antwortet sie. „So viele können sich viel leisten und so viele können das nicht. Es gibt Mengen von Gütern auf dieser Welt. Es kann nicht sein, dass für manche davon nichts übrig bleibt. Dass zum Beispiel eine Rentnerin, die vier Kinder groß gezogen hat, sich keine Brille leisten kann.“ 

Susanne Koch hat selbst zwei Kinder, die zur Zeit daheim vor dem Laptop sitzen. „Sie verstehen auch, dass man helfen muss.“ Sohn Felix engagiert sich sehr im Jugendgemeinderat. „Er sieht ebenfalls dieses Dilemma mit dem Überfluss an Waren. Da muss der Mensch aufwachen und handeln“, finden beide.

Die Geschäftsfrau hat an Biggi Haug von „Nachbarn in Not“, geschrieben, dass sie wieder helfen würde, wenn eine Familie in Not ist.

Babysachen helfen aus der Bredouille