Aus einem tiefen Tal ans Licht

Von Renate Lück

Hier wird mit Hilfe von „Nachbarn in Not“ renoviert und die Spur gelegt für ein geordnetes Leben.

Mehrere Schicksalsschläge führten dazu, dass sich Siegfried M. immer mehr zurückzog und kaum noch soziale Kontakte hat. Er ließ schließlich sich selbst und die Wohnung verkommen und lebt von Sozialhilfe. Vor ein paar Wochen schickte ihn das Jobcenter zur psychosozialen Betreuung. Die Mitarbeiterin dort hilft ihm, Ordnung in sein Leben und seine Finanzen zu bringen.

Zudem tauchte ein Freund auf und ergriff die Initiative. Gemeinsam räumten die beiden Männer die Wohnung auf, was auch das Gemüt von Siegfried M. beträchtlich aufhellte. Nun will er sein Zuhause renovieren, die Wände streichen und Laminat legen, da der alte Bodenbelag ziemlich beschädigt ist. Vom Jobcenter bekam er dafür sogar eine Renovierungspauschale. Jetzt wartet er nur darauf, dass sein Freund Urlaub bekommt, damit sie loslegen können.

Außer Farbe und Laminat sind aber noch ein paar Dinge nötig, die seinen Geldbeutel wieder belasten, zum Beispiel eine neue Matratze und Bettzeug. Die alten Teile müssen entsorgt werden. Außerdem mangelt es ihm empfindlich an Kleidung.

Der 35-Jährige trägt immer die gleiche Hose und das gleich Hemd, er hat nichts zum Wechseln. Wenn die Sachen aus der Waschmaschine kommen, zieht er alles nass wieder an. Die Sozialarbeiterin unterstützt ihn darin, seine Wohnung und sein Leben in Ordnung zu bringen, und er arbeitet auch gut mit. Doch ohne finanzielle Hilfe würde es nicht klappen. So sind alle Beteiligten glücklich, wenn Siegfried M. dank des Zuschusses von „Nachbarn in Not“ auf die Feiertage und das kommende Jahr frohgemuter zugehen kann.

Aus tiefem Tal zurück ans Licht