“Mir geht es gut, ich gebe etwas ab”  

Eine der treuen Dauerspenderinnen bei „Nachbarn in Not“ ist Helgard Israel. „Ich weiß nicht mehr, wie es angefangen hat“, sagt die Sindelfinger Musiklehrerin. „Ich habe es wahrscheinlich immer mal wieder in der Zeitung gelesen und gedacht, ich mache auch mal eine Spende.“ Und daraus wurde irgendwie eine Dauerüberweisung.

„Es gibt auch hier bei uns in der Nachbarschaft Menschen, die aus verschiedenen Gründen in eine Notlage geraten und ich hatte das Gefühl, dass es wichtig ist, dass sie über das Notwendigste an Unterstützung hinaus noch Hilfe bekommen müssen. Da es mir finanziell gut geht – es ist relativ, wie man das empfindet – gebe ich etwas ab.“ Für sie gehe das in Richtung des Zehnten, den sie an Spenden insgesamt abzweigt für Menschen, die aus allen sozialen Netzen fallen.

Dabei fliegen Helgard Israel auch nicht gerade gebratene Tauben in den Mund. Sie unterrichtet in der Musikschule in Schönaich und in Wildberg. Man trifft sie in Gottesdiensten, an poetischen Orten und ähnlichen Gelegenheiten, wo Musik erwünscht ist. Im Oktober musiziert sie beim Krminalmusical „Das verschwundene Einrad“ mit den Martinsfinken im Stiftshof. Darauf freut sie sich schon.

„Ich bin froh, dass es so etwas wie „Nachbarn in Not“ gibt, die aktiv helfen“, sagt sie noch. „Ich wüsste nicht, wie ich das machen sollte. Ich wäre eher ein Hindernis, weil ich nicht weiß, was man anleiern kann.“

Von Renate Lück

„Nachbarn in Not“ arbeitet verlässlich