Text und Bild von Renate Lück

Es war ganz anders als sonst. Da wegen des Absperrbandes das Tor nicht zuging, kamen die ersten Kunden schon um halb acht aufs Gelände der Firma Walker. Sie hielten sich, wie alle folgenden, strikt an die Hygienevorschriften und warteten in der Schlange mit Mundschutz und Abstand. Dank des Hinweises, dass genügend Bäume vorhanden seien, kamen die Familien auch mit zeitlichem Abstand.

Manche konnten sich nicht so schnell entscheiden, welcher der naturgewachsenen Bäume aus Ostelsheim ihnen besser gefällt. Aber dann schleppten sie doch mindestens einen weg. Die beiden Sägen zum Abschneiden von Zweigen blieben diesmal ungenutzt am Boden. Beim Bezahlen zeigten sich viele großzügig und rundeten auf. Das ermöglichte Carmen Bühl, der stellvertretenden Vorsitzenden von „Nachbarn in Not“, bei Menschen, die zögerten, ein bisschen zu ermäßigen.

Am Schluss waren zur Freude aller 7.500 Euro in der Kasse. „Das ist ja ein Rekordergebnis, rund 2.000 Euro mehr als im vorigen Jahr“, jubelte die Vorsitzende Dr. Roswitha Seidel, die ebenfalls seit früh dabei war. „Da sind wenigstens die fehlenden Einkünfte von kleineren Aktionen, wie dem Erbsensuppe-Eintopf, wieder drin“, rechnete auch Geschäftsführerin Biggi Haug nach.

Gute Organisation, großer Erfolg trotz Pandemie